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Dienstag, 20. Dezember 2011

Thomas von Aquin und Weihnachten


Nullum enim est tam evidens divinae caritatis indicium quam quod Deus creator omnium factus est creatura, dominus noster factus est frater noster, filius Dei factus est filius hominis.
Ioan. III, 16: sic Deus dilexit mundum ut filium suum unigenitum daret.
Et ideo ex huius consideratione amor reaccendi debet et inflammari ad Deum.

Kein Beweis für die göttliche Liebe ist so groß, wie der, daß Gott, der Schöpfer aller Dinge, ein Geschöpf, dass unser Herr unser Bruder und dass der Sohn Gottes ein Menschenkind wurde. So Johannes III, 16: So sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn dahingab.
Und deshalb folgt aus dieser Betrachtung, daß die Liebe zu Gott neu entfacht wird und entbrennt.

(Thomas von Aquin, Über das Credo)

Wir wünschen allen unseren Lesern ein gesegnetes & gnadenreiches Weihnachtsfest und alles Gute und neue Erkenntnisse im Neuen Jahr

Samstag, 10. Dezember 2011

Noch einmal: Das Universalienproblem


Schon einige Male haben wir in diesem Blog das Problem der Universalien, also allgemeiner, abstrakter Entitäten, die verschiedenen Dingen gleichzeitig zukommen können, thematisiert. Zu den Universalien gehören Wesenheiten, Eigenschaften, Relationen und Akzidenzien. Das Problem stellt sich folgendermaßen: Universalien existieren nicht als Universalien in einer vom Verstand unabhängigen Realität.  Sie existieren ausschließlich in einer Vielfalt in einzelnen Dingen. Dies ist die eine Position. Doch wenn sie nicht als Universalien in der Realität existieren, existieren sie dann ausschließlich im Verstand? Auch dies kann nicht wahr sein.