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Dienstag, 24. März 2015

Individuation



Was ist dafür verantwortlich, dass etwas Allgemeines wie Gold oder eine bestimmte Farbschattierung oder auch das allgemeine Wesen des Menschen individuiert wird? Nun, diese Frage habe ich schon einige Male in diese Blog thematisiert. Die Antwort lautet, ganz allgemein: die Materie. Nach scholastischer Auffassung ist die Materie das Prinzip der Individuation. Die Form, also z.B. die Form oder das Wesen von Gold ist etwas Allgemeines, eine Universalie. Ein bestimmtes Stück Gold, wie z.B. eine Unze (eine in diesen unsicheren Zeiten sicher gute Geldanlage), ist individuiert. Und in der Welt in der wir leben gibt es nur solche individuierten Dinge, keine abstrakten Dinge. Abstraktes Gold, die Form Gold, ist sicher keine gute Geldanlage und wenn Ihnen jemand so etwas zum Kauf anbietet, werden Sie sicher nichts dafür bezahlen. Nun ist es zwar richtig, dass die Materie das Prinzip der Individuation ist, aber nicht die Urmaterie, die materia prima, denn diese ist ja selbst völlig unbestimmt und somit nicht individuiert.


Montag, 16. März 2015

Sind Dinge Ereignisse?

Es gibt Philosophen, zu denen z.B. der späte Bertrand Russell, Whitehead und andere gehören, die der Auffassung sind, dass aufgrund der Erkenntnisse der modernen Physik die Dinge unserer Alltagswelt, die von der aristotelisch-scholastischen Philosophie, aber auch von vielen anderen Philosophen, als Substanzen analysiert werden, als Ereignisse zu analysieren sind. Ereignisse sind daher fundamentaler als Substanzen. Wie auch in zahlreichen anderen Fällen, in denen behauptet wird, dass die Ergebnisse der modernen Physik eine grundsätzliche Änderung der Philosophie erforderlich machen, zeigt sich bei einem genaueren Blick, dass sich die Ergebnisse der Physik auch alternativ interpretieren lassen.